Der Feigenbaum im Garten, Kübel oder Topf

Diese Pflegeanleitung basiert auf den klimatischen Gegebenheiten des Rhein-Neckar-Raums. Hier wird es im Winter selten kälter als -18 °C und die Sommer sind gerne schwül-warm.

echte feige

Die Pflege im Garten
  1. Standort: sonnig bis halbschattig
  2. Gießen: gleichmäßig feucht
  3. Boden/Substrat: handelsübliche Blumen- oder Kübelpflanzenerde, Komposterde, etwas Lehm und/oder Sand
  4. Dünger: Teichwasser, organischer Gemüsedünger, Komposterde
  5. Winterhart: je nach Sorte mehr oder weniger frostverträglich

Der Feigenbaum wächst am besten an einem sonnigen und warmen Standort. Er kommt aber auch im lichten Halbschatten noch zurecht, wenn er dort für mindestens 3 Stunden täglich Sonne erhält.

Ideal ist ein Plätzchen vor der Hauswand, die die Wärme speichert, so wachsend ist er in der Pfalz häufig anzutreffen.

Der Boden sollte nicht zu trocken aber trotzdem locker sein. Gut funktioniert eine Mischung aus Blumen- und Komposterde mit ein wenig Sand und feinem Kies. Damit lässt sich sehr schwere Erde lockern und magere mit Nährstoffen anreichern.

Feigen

Unreife Feigen

Die ersten Monate nach dem Pflanzen muss regelmäßig gegossen werden. Das macht man am besten durchdringend. Der Feigenbaum erhält dann einmal sehr viel Wasser und man wartet bis zum nächsten Gießen, bis die Erde fast trocken ist. So sollen sich seine Wurzeln dazu „erziehen“ lassen, in die Tiefe zu wachsen.

Zur Düngung kann man dem Gießwasser einmal im Monat organischen Gemüsedünger beimischen. Ich gieße gelegentlich mit Teichwasser. Im Herbst oder Frühjahr wird der Boden rund um die Pflanze(n) mit einer dünnen Schicht Komposterde bedeckt.

Der Feigenbaum als Zimmerpflanze

Ficus carica kann man auch als Zimmerpflanze am sonnigen Fenster oder im Wintergarten kultivieren. Als Substrat eignet sich handelsübliche Blumenerde für kleine Exemplare und Kübelpflanzenerde für die großen.

Das Substrat hält man vom Frühjahr bis in den Herbst gleichmäßig feucht aber nicht nass. Ist die Oberfläche bereits trocken, kann weiter unten im Topf noch ausreichend Feuchtigkeit vorhanden sein. Staunässe und Ballentrockenheit gilt es zu vermeiden.

feige-zimmerpflanze

Zum Düngen eignen sich handelsüblicher Flüssigdünger, organischer Gemüsedünger oder Stäbchen, jeweils in der halben Konzentration. Ich verabreiche von April bis September einmal im Monat die flüssige Variante. Im ersten Jahr nach dem Kauf oder Umtopfen ist keine Düngergabe erforderlich.

Etwas ausführlicher gehe ich auf das Düngen und die Substrate bei der Birkenfeige ein.

Der ideale Winterstandort ist kühl, bei Temperaturen zwischen 5 und 10 °C. Da die Feige ihre Blätter abwirft und das Wachstum einstellt, muss entsprechend weniger gegossen werden. Ganz austrocknen darf die Erde aber auch jetzt nicht.

Das überwintern bei Zimmertemperatur ist ebenfall möglich, ich halte es aber nicht für ideal. Nach meinen Erfahrungen schwächt es die Pflanzen, sodass sie von Spinnmilben und anderen Schädlingen befallen werden.

Gut geeignet für die Zimmerkultur sind kleinblättrige Sorten, die man über den Bonsaifachhandel beziehen kann.